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Große Trommel

Aus dem Mittleren Osten wurde die moderne Große Trommel importiert. Janitscharentruppen brachten sie im 18. Jahrhundert nach Europa, wo sie mit großer Begeisterung in die Militärmusik integriert wurde. Die Große Trommel ist ein direkter Nachkomme der "türkischen Trommel" (Davul), die im mediterranen Raum seit dem 14. Jahrhundert bekannt ist. Es ist eine zylindrische Trommel mit schmalem Korpus und zwei Fellen, die mit der Trommelleine gespannt waren. Auch hier löste Mitte des 19. Jahrhunderts die Spannschraube die Trommelleine ab. Schnarrsaiten besaß die Große Trommel nie.

Neuartig war im 18. Jahrhundert auch die Spielweise der Trommel für die Europäer. Der Spieler stellt das Instrument auf einen Untersatz oder trägt es beim Marschieren vor der Brust. Mit einem ungepolsterten Holzschlägel wurde das Fell mit der rechten Hand vom Spieler angeschlagen. In der linken Hand hielt er eine Rute, die flach auf das linke Fell geschlagen wurde, was ein schnalzendes Geräusch ergab. Der Schlag mit dem Holzschlägel erfolgte auf dem betonten Taktteil, der Rutenschlag auf dem unbetonten.

Große TrommelIhre orientalische Klangcharakteristik verlor die Große Trommel Anfang des 19. Jahrhunderts. Man ging dazu über, die Trommel mit filzgepolsterten Schlägel anzuschlagen. Es war durchaus üblich, dass der gleiche Spieler zusätzlich zur Trommel auch das Becken spielte, da die Spieler nur einfache Schlagfolgen auszuführen hatten.

Von den Anfängen ihrer Verwendung in der Janitscharenmusik bis zum heutigen Tag spielt die Große Trommel eine bedeutende Rolle in Militärkapellen und Blasorchestern.

Bilder und Bildquellen:
Das Bild zeigt eine morderne Große Trommel mit Spannschraube, wie sie zahlreich eingesetzt wird. Wir danken der Firma Lefima für die Bereitstellung des Bildes.

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