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Trommelpfeife

Die Flöten im Spielmannszug werden Trommelpfeife genannt. Im Volksmund und auch unter Musikern wird sie oft fälschlicher Weise als Querflöte bezeichnet.

Eines der wichtigsten Instrumente eines jeden Spielmannszuges ist die Trommelpfeife. Die Trommelpfeife wird der Unterfamilie der Querpfeifen zugeordnet. Diese zählen zur Familie der Querflöten. Die Querflöte ist schon in der späten Steinzeit aus Knochen angefertigt worden. Im neunten Jahrhundert vor Christus wurde sie zum ersten Mal in China erwähnt. Aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus stammt eine Münze, auf der der griechische Hirtengott Pan abgebildet ist.

Die Querflöte gelangt im dreizehnten Jahrhundert in Verbindung mit der Trommel beim Militär in Deutschland zu großer Popularität. Die Landsknechte hatten viele Namen für Sie: "Schweizerpfeiff", "Feldpfeiff", "Schwegel" oder auch "Deutsche Pfeiff". Diese Holzblasinstrumente waren meist aus Buchsbaum gefertigt und hatten eine zylindrische Bohrung mit sechs Grifflöchern. Ihr Tonumfang reichte von g' bis c... oder von d' bis g was etwa einer anderthalb Oktave entspricht. Dies war bei weitem nicht mit dem der heutigen Trommelpfeife zu vergleichen.

In Frankreich des siebzehnten Jahrhunderts trennte sich die Entwicklung der Querflöten und der Querpfeifen. Der Name Querflöte wurde für die von nun an mit Klappen weiterentwickelten und jetzt auch in der Kunstmusik verwendeten Instrumente benutzt. Mit den Klappen werden die Grifflöcher abgedeckt. Die bisher gebräuchlichen und von den Spielleuten weiterhin in ihrer ursprünglichen Form benutzten Instrumente bekamen den Namen Querpfeifen.

Die Querpfeife blieb zunächst in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Mit sieben Grifflöchern und einer konischen Bohrung ausgerüstet, erweiterte sich ihr Tonumfang im neunzehnten Jahrhundert erheblich. Als Werkstoff wurde nun Ebenholz oder Grenadillholz verwendet.

Bei der Querflöte wurde schon wesentlich früher auf andere Materialien als Holz mit Erfolg zurück gegriffen. Die Metalle Silber und Gold eignen sich am besten, aber auch Messing, mit dünnem Überzug aus Nickel, Silber oder Gold, ist ein guter Werkstoff für Flöten. Diese Werkstoffe wurden Ende der fünfziger Jahre für den Bau der Querpfeifen zum ersten mal mit Erfolg verwendet. Eine Reihe weiterer Verbesserungen kamen fortan hinzu.

Die Trommelpfeife ist ein reines "Naturtoninstrument“ ohne Klappen und zählt wie die Querflöte zu den Holzblasinstrumenten. Eine konsequente Besetzung der Flötenregister, besonders mit Alt- und Tenorflöten ist sehr wichtig, wird doch auch ein alter Marsch erst dann zum Hörgenuss.

Wichtig für einen sauberen Ton ist der richtige Ansatz des Instrumentens am Mund, da die Luft nicht wie bei der Blockflöte direkt in das Instrument geblasen wird, wo es dann direkt auf einen Schneidepunkt gelegt wird, sondern vielmehr liegt dieser Scheidepunkt frei vor dem Mund des Flötisten und muss durch richtige Haltung in den Luftstrom, der ähnlich wie beim Blasen auf einer Flasche über die Öffnung streicht, gedreht werden.

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